Lexikon der Filmbegriffe

Prosthetik

eigentlich: Prothetik; Rückübersetzung v. engl.: prosthetics

In der Medizin bezeichnet Prothetik die Lehre vom synthetischen Ersatz für defekte Körperteile (künstliche Gelenke oder Gliedmaßen, Zahnersatz u.ä.). In der Maskenbildnerei versteht man darunter das Gesamt der an einem Schauspielerkörper vorgenommenen bildnerischen Veränderungen, die auf die Haut oder die Haare aufgetragen werden. Dabei kann Kunststoffschaum, Gummi, Plastik, Gelatine und anderes Material verwendet werden. In der Regel wird zunächst ein Modell des Körperteils angefertigt, das prothetisch überkleidet werden soll. Erst danach erfolgt die Applikation auf den Schauspieler. Besondere Bedeutung kommt der Gestaltung der Haare zu.
Gerade in der SF und im Bereich der Phantasy werden Schauspieler bis zur Unkenntlichkeit mit „Kunstkörperteilen“ (appliances = Anwendungen, Applikationen) versehen, so dass ganze Charaktere als Leibwesen synthetisch erschaffen werden. Derartige Masken aufzutragen, kann gelegentlich mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Ähnlich aufwendig werden heute die Körperdeformationen im Horror- und Splatterfilm modelliert.


Artikel zuletzt geändert am 27.07.2011


Verfasser: CA


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