Lexikon der Filmbegriffe

Beizfarben-Verfahren

Hauptsächlich für Zweifarbenfilme wurde neben dem Tonungsverfahren eine Einfärbemethode benutzt, bei der organische Virage-Farbstoffe benutzt wurden, die durch die in Beize umgewandelten Silberbilder im Film gebunden wurden. Das Verfahren wurde häufig nur für das Rotorange-Teilbild eingesetzt, während das Blaugrün-Teilbild durch Eisenblautonung (Tonungsverfahren) erzeugt wurde. Benutzt wurde das Beizfarben-Verfahren u.a. für den amerikanischen Cinecolor Film und das deutsche Ufacolor. Auch wurden in den 1920er Jahren Schwarzweißkopien damit monochrom eingefärbt (sog. Beizvirage). Eine Variante des Beizfarben-Verfahrens wurde bei Harmonicolor, Polychromide und Sirius-Kleurenfilm benutzt: Die Farbstoffe wurden in den bereits eingefärbten Schichten erst nachträglich durch Überführung des Silberbildes in Chromsilber als Beize gebunden. Dadurch sollte eine besonders gleichmäßige Anfärbung herbeigeführt werden.

Literatur: Koshofer, Gert: Farbfotografie. 3: Lexikon der Verfahren, Geräte und Materialien. München: Laterna magica 1981, S. 33.


Artikel zuletzt geändert am 28.07.2011


Verfasser: GK


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