Lexikon der Filmbegriffe

Lothario

auch: lothario, lotario

Obgleich die Quelle für einen Lotario benannten Mann als Verführer wider Willen aus Cervantes‘ im „Don Quijote“ (1605-15) I,33-34 eingebetteter Novelle vom unziemlich Neugierigen stammt und dann von Goethe für den erotischen Schwerenöter ‚Lothario‘ in „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ (1795) übernommen wird, geht die noch heute übliche Verwendung des Übernamens für einen notorischen, aber charakterlich unzuverlässigen ‚Dorfcasanova‘ im allgemeinen englischen Sprachgebrauch (the village lothario) sowie auf der Bühne, im Film und im Feuilleton auf Nicholas Rowes domestic tragedy „The Fair Penitent“ von 1703 zurück, wo von dem „haughty, gallant, gay Lothario“ die Rede ist.

Titelnahmen im Stummfilm z.B.: A Mexican Lothario (1910, Fred J. Balshofer), Lulu‘s Lost Lotharios (1915).

Referenzen:

Casanova

Don Juan

Romeo


Artikel zuletzt geändert am 24.01.2012


Verfasser: LK


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