Lexikon der Filmbegriffe

Lichtspielgesetz (1920)

Die rechtlichen Grundlagen der Filmzensur in der Weimarer Republik wurden im Lichtspielgesetz vom 12.5.1920 (LG 20) festgelegt. Die Durchführung übernahmen die „Filmprüfstellen“ in Berlin und München. Geprüft wurden alle Filme, die nach Inkrafttreten des Gesetzes in Deutschland öffentlich aufgeführt werden sollten. Die Prüfung umfaßte auch die Filmtitel und das Werbematerial. Sie erfolgte nach rein polizeilichen Gesichtspunkten. Verbotsgründe bestanden in der Gefährdung lebenswichtiger Interessen des Staates, der öffentlichen Ordnung oder der allgemeinen Sicherheit.

Literatur: Das Lichtspielgesetz vom 12. Mai 1920. Hrsg. und erläutert von Victor Szczesny. Berlin/Leipzig: Vereinigung wissenschaftl. Verleger / de Gruyter 1920 (Guttentagsche Sammlung deutscher Reichsgesetze. 147.). – Das Lichtspielgesetz vom 12. Mai 1920 mit Ausführungsverordnung und Gebührenordnung. Für den praktischen Gebrauch. Erläutert von Hermann Liepe. Berlin: Vahlen 1920. – Das Lichtspielgesetz im Lichte des Verwaltungsechts. Erläutert von Karl Görres. Tauberbischofsheim/Baden: Jung-Vlg. 1921 (Bücherei für öffentliches Recht. B,1.).


Artikel zuletzt geändert am 29.07.2011


Verfasser: HHM


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