Lexikon der Filmbegriffe

mumblecore

von engl.: mumble = murmeln, nuscheln; in der Kritik manchmal: mumble corps; selten auch: bedhead cinema; manche Quellen nennen zwar John Cassavetes als Anspielungsfigur – die Bezeichnung slackavettes weist aber eindeutig auf Richard Linklater als Vorläufer zurück (resp. seinen Film Slacker, 1991)

Kleine amerikanische Independent-Bewegung, die seit 2005 aufgetreten ist (als Vorläufer gilt Funny Ha Ha, 2002, Andrew Bujalski). Die Filme sind ausnahmslos Lowest- oder No-Budget-Produktionen. Meist wird mit digitalen Videokameras gearbeitet, Laien arbeiten als Darsteller, die Dialoge werden meist improvisiert. Thematisch geht es um die sozialen Probleme von 20jährigen. Stilistisch verweisen die Filme auf Reality-Shows des Fernsehens und manche Formen des Privatvideos, die auf Internet-Plattformen wie YouTube verbreitet werden. Zu den Regisseuren der Richtung gehören Andrew Bujalski, Mark Duplass, Jay Duplass, Aaron Katz und Joe Swanberg. Zu den bekanntesten Produktionen rechnen Joe Swanbergs LOL (2006), sein Hannah Takes the Stairs (2007) und Aaron Katz‘ Dance Party, USA (2006). Die Gruppe wurde bekannt durch eine Reihe von zehn Filmen, die das Independent Film Channel Center in New York 2007 zeigte, und ist bis heute ein Insider-Tip geblieben (Stand: 2010).


Artikel zuletzt geändert am 30.07.2011


Verfasser: AS


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