Lexikon der Filmbegriffe

Mehrkanal-Verfahren

engl.: multi channel systems

Gegenüber den monauralen Aufzeichnungs- und Wiedergabetechniken gab es früh Bemühungen, durch die differenzierte Aufsplittung des Tons auf mehrere Tonspuren (und entsprechende Verstärkerkanäle und separate Lautsprecher) die Rauminformation, die Ton in natürlichen Umgebungen hat, technisch zu erhalten und damit Möglichkeiten der dramaturgischen Nutzung zu eröffnen. Gemeinhin werden heute die Angaben über Kanäle in der Notation x.y gegeben, wobei die erste Zahl die Anzahl der separaten Kanäle, die zweite die Anwesenheit eines Subwoofers für die tiefen Frequenzen, die keine Richtungsorientierung erlauben, verzeichnet. Folgende Verfahren sind bis heute entwickelt worden:
– 1.0, Mono, Monophonie
– 2.0, Stereo, Stereophonie
– Pseudo 2.0: Perspecta Stereo
– 2.1: Sensurround ; Sonido diafonico
– 3.0: Dolby Surround ; Fantasound ; WarnerPhonic
– 4.0, Quadrophonie: CinemaScope: Ton ; Sound 360
– 4.2: MegaSound
– 5.0: Dolby Surround ProLogic ; Quintaphonic
– 5.1: CDS (Cinema Digital Sound) ; Dolby Digital ; DTS (Digital Theatre Systems) ; HDFS (High Definition Film and Sound System) ; L.C. Concept ; Magnetton auf 70mm-Kopien ; Sonix ; Ultra Stereo
– 6.0: Dolby Surround ProLogic ; MagnaStripe
– 6.1: DTS-ES / DTS-ES Discrete
– 7.0: Cinemiracle; Cinerama: Ton
–7.1: SDDS (Sony Dynamic Digital Sound)
– 8.0: Todd-Belock
– 9.0: Kinopanorama
Vereinzelt ist neuerdings auch schon in großen Sälen mit 8.1-Verfahren gearbeitet worden, die aber nur aus zusätzlichen Kanälen zu den üblichen 5.1-Systemen entstehen.


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: JH


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