Lexikon der Filmbegriffe

Missionsfilm: Weiterleben

Manche der alten Missionsfilme, die ja neben der Eigendokumentation des Bekehrungserfolgs stets auch der Rückvermittlung missionarischer Erfahrungen mit religionspädagogischem Anspruch in der Heimat sowie der Erbauung der gewogenen Spender dienten, werden in einigen kirchlichen Gemeinden aus Gründen der historischen Selbstversicherung bis heute mit Stolz vorgeführt. Zudem werden Missionsfilme auch heute noch in erheblicher Zahl gefertigt (Pioniere des hagiographisierenden Missionsfilms wie der Steyler Missionar Johannes Rzitka filmen bis in die 1990er Jahre), wenngleich sich die Thematik mehr in Richtung auf Aussöhnungthemen und religionsübergreifende Ökumene verlagert hat, wie etwa die Filme von Alan Channer belegen: The Cross and the Bodhi Tree (2001), The Imam & the Pastor (2006). Aber auch klassische Missionars-Hagiographie lässt sich noch beobachten, wie in Göran Skyttes Dokumentarfilm Missionens Människor (‚Missionsleute‘, 2006) über die Werke von vier Missionaren/-innen in Tanzania.
In den letzten Jahren verstärken sich Bemühungen, das zum Teil nur unter großen Schwierigkeiten dokumentierbare historische Material vor 1965 (ca. 80 Filme aus 60 Ländern, auf 35mm und 16mm) zu sammeln und neu zu edieren. Dabei steht der Wunsch im Vordergrund, den Jungen Kirchen der Dritten Welt zu ihrem Gedächtnis zu verhelfen.

Materialien: ‚Abenteurer Gottes‘ – Dreiteilige Dokumentation über die Geschichte der Mission (BR, 15.09.2003, Marcel Bauer); dazu Trailer (4:39 min): http://www.missio-aachen.de/Images/TrailerNet_tcm14-14627.wmv. – Weitere Trailer: http://images-missions.net/films.html.

Referenzen:

Missionsfilm


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: LK


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