Lexikon der Filmbegriffe

GRAF

Akronym für: Graphic Additions to FORTRAN

In den 1960er Jahren von Jack P. Citron am IBM Los Angeles Scientific Center aus FORTRAN abgeleitete höhere Computersprache, die speziell für die vereinfachte Programmierung von Grafik auf IBM-Bildschirmen entwickelt worden ist. Sie weist gegenüber FORTRAN eigene Deklarationen auf, die umständliche Subroutinen in FORTRAN ersetzen, ist aber andererseits nicht für ein spezielles Gerät geschrieben, sondern universal nutzbar. Der Computerfilm-Avantgardist John H. Whitney (1917-1995) hat GRAF bis zum Ende seines Lebens eingesetzt und mit einem Piano verglichen, auf dem er seine Kreativität zum Ausdruck bringen könne.

Literatur: Hurwitz, A. / J.P. Citron / J.B. Yeaton: GRAF: Graphic Additions to FORTRAN. In: Proceedings of the American Federation of Information Processing Societies (AFIPS) Spring Joint Computer Conference 1967. Washington: Thompson Books 1967, S. 553-557.

Referenzen:

Computerfilm I: Produktionsweisen

Computerfilm II: künstlerische Anwendungen


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: LK


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