Lexikon der Filmbegriffe

Kinegraphophone

auch: Kinegraphone, Western Electric Kinegraphone; öfters fälschlich als das Vorläuferverfahren Pallophotophone bezeichnet

Schon 1922 wurden gelegentlich Radiosendungen mit dem Pallotrope-Mikrophon auf Film aufgezeichnet. Als Tonfilm-Verfahren veranstaltete General Electric aber erst 1926 und Anfang 1927 mehrere Probe-Aufführungen (mit Verstärkern und Lautsprechern der Bell Labs.), wobei das Verfahren Kinegraphone genannt wurde; am 2.2.1927 war die öffentliche Präsentation des neuen Lichtton-Verfahrens. Gezeigt wurde der nachträglich teilvertonte Paramount-Film Wings (USA 1927, William Wellman). Die Tonlampe resp. die Tonabtastung war in einem separaten Gehäuse untergebracht; die Vorführung erfolgte mit 24 B/S; die Bildgröße war um ein Achtel Zoll verkleinert worden, um die Lichttonspur auf den Filmstreifen aufbringen zu können. RCA, die zu General Electric gehörte, übernahm das Patent, das ähnlich wie Photophone aufgebaut, aber ausgereifter war, und gründete RCA Photophone Inc. (am 22.3.1927).
 

Referenzen:

Pallophotophone

Photophone


Artikel zuletzt geändert am 25.06.2012


Verfasser: JH


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