Lexikon der Filmbegriffe

Kontingentierung: Brasilien

Schon 1932 führte Brasilien eine Quotierung ein. Der Handelsvertrag zwischen den USA und Brasilien von 1935 enthielt eine Klausel, dass amerikanische Filme nicht auf dem brasilianischen Markt behindert werden dürften. Allerdings wurde unter der Diktatur Getulio Vargas in der Zeit des Estado Novo im Jahre 1939 verfügt, dass jedes brasilianische Kino pro Kajr einen brasilianischen Film für mindestens eine Woche zeigen musste. General Eurico Dutra erhöhte 1945 die Quote auf 3 Filme pro Jahr. Diese Regelung blieb bestehen. Insbesondere in den 1970er Jahren versuchte man, durch die Festlegung von Mindestspieltagen nationaler Produktionen die einheimische Filmindustrie zu unterstützen (mit Beginn 1971 musste an 56 - am Ende nach Gesetzentwurf an 112, nach Intervention der Kinoindustrie 84 – Tagen brasilianisches Kino laufen). Nach vielem Hin und Her wurde 1998 die Quote von 35 auf 49 Tage angehoben; 2004 waren 63 Tage vorgeschrieben. 


Artikel zuletzt geändert am 31.07.2011


Verfasser: HHM


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