Lexikon der Filmbegriffe

Gedankenfotografie

engl.: photographed thought

Als Gedankenfotografie werden manchmal einzelne, oft Schnappschuss-kurze Bilder bezeichnet, die subjektive Ideen, Bildassoziationen, blitzartig auftretende Déja-Vus, Erinnerungen und ähnliches der Heldenfigur zeigen. Derartige Bilder sind oft ohne Markierung in den Fluss der anderen Bilder insertiert, öffnen die Sequenz blitzartig in eine subjektive Tiefe hinein, die ihr sonst abginge. Ein berühmtes Beispiel entstammt Alfred Hitchcocks Blackmail, in dem eine junge Frau kurz nach einem Mord einen Cocktail-Shaker in einer äußerst kurzen Angstvision in ein Messer transformiert. Ein Beispiel, in der Gedankenfotografie einen ganzen Film dominiert, ist Rachel, Rachel (1968, Paul Newman), in dem man mit den mentalen Phantasien einer Lehrerin konfrontiert wird, die zu ihrer Schule geht. 
 

Referenzen:

dream balloon


Artikel zuletzt geändert am 31.07.2011


Verfasser: HJW


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