Lexikon der Filmbegriffe

Glamour / Glamour-Fotografie

vom schott. glamoury = magisch

Der mit leuchtend, opulent oder auch luxuriös umschriebene Begriff glamour wurde in den 1920er Jahren von den Publikumszeitschriften (fanzines) der Hollywood-Filmwirtschaft übernommen, die damit die besondere Aura und die besondere Ausstrahlung ihrer Filmstars zu umschreiben versuchten. Die von den Foto-Abteilungen der Hollywood Studios produzierten, stark ausgeleuchteten und inszenierten, oft überlebensgroßen Star-Porträts, die in den fanzines eine große Verbreitung fanden, bezeichnete man als Glamour-Fotografien. Unter den wichtigsten Praktikern der Glamour-Fotografie in der klassischen Zeit befinden sich Virgil Apger, Ernst Bachrach, Clarence Sinclair Bull, Robert Coburn, George Hurrell, Ray Jones, Anita Louise, Frank Powolny, Ted Reed, Bert Six und Laszlo Willinger. In den 1950er Jahren kam ein neuer, eher natürlicher Porträtstil auf, der die Ästhetik des snapshots verinnerlichte. Heute werden alle erotisch angehauchten Frauenporträts, ob von Filmstars oder nicht, als Glamour-Fotografien vermarktet.

Literatur: Bhatty, Michael: Geschichte und Vermarktung der Hollywood-Glamour-Photographie. Frankfurt [...]: Lang 1997. – Parish, James Robert / Stanke, Don E.: The Glamour Girls. New Rochelle, New York: Arlington House 1975.


Artikel zuletzt geändert am 01.08.2011


Verfasser: JCH


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