Lexikon der Filmbegriffe

Farbkuppler

auch: Farbkomponenten

Farblose oder mit Azo-Farbstoffverbindungen (bei Farbmasken) versehene Substanzen, die als wesentliche chemische Bausteine in Mehrschichtenfilmen die drei nach der subtraktiven Farbmischung erforderlichen Grund-Farbstoffe (Gelb, Purpur und Blaugrün) in der Farbentwicklung (chromogene Entwicklung) erzeugen. Dazu reagieren sie mit dem Oxidationsprodukt der Entwicklersubstanz. Das Grundprinzip erfand der deutsche Chemiker Dr. Rudolf Fischer zusammen mit seinem Schweizer Kollegen Hans Siegrist (DRP 253.335 vom 7.2.1912). Die Einlagerung der Kuppler in den Schichten erfolgt(e) bei den Agfacolor-, Eastman-Color- (Ektachrome-) und Perutz-Verfahren sowie beim DuPont-Color-Film auf unterschiedliche Weise. Beim Kodachrome-Verfahren(2) gelangen sie in drei Entwicklerlösungen nachträglich in die Filmschichten. Es gibt eine große Anzahl von Farbkupplern, die für verschiedene Herstellerfirmen patentiert worden sind.

Literatur: Gert Koshofer: Farbfotografie. 2: Moderne Verfahren. München: Laterna magica 1981, S. 13-15, 35 und 38. – Schultze, Werner: Farbenphotographie und Farbenfilm. Berlin/Göttingen/Heidelberg: Springer 1953, S. 38-49.


Artikel zuletzt geändert am 29.01.2012


Verfasser: GK


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