Lexikon der Filmbegriffe

Farbverfahren im Stummfilm

In der Zeit zwischen 1895 und 1929/30 gab es verschiedene Methoden, dem Film Farbe zu verleihen. Zu unterscheiden sind

– der nachträgliche Farbauftrag,
– die Immersion im Bad,
– Aufnahme und Projektion durch Filter
– bzw. Nutzung einer Kombination aus Filter und Raster.

Während der ersten rund 35 Jahre wurden zahlreiche, oft ähnlich funktionierende Techniken patentiert, welche kommerziell mehr oder weniger erfolgreich waren. In den einzelnen zum Thema gehörenden Artikeln sollen nur die bekanntesten erwähnt werden.
Alle Verfahren gehen vom Schwarzweißbild aus. Dessen Substanz erhält die Farbe nachträglich als Zusatz oder sie trägt sie bereits in der panchromatischen Emulsion, allerdings in einer nur für den ausgewiesenen Spezialisten sichtbaren Form. Einige Prinzipien stammen aus der Fotografie (z.B. nachträglicher Farbauftrag, Farbrasterverfahren).

Literatur: Coe, Brian: The History of Movie Photography. Westfield NJ: Eastview Editions 1981. – Coe, Brian: Farbphotographie und ihre Verfahren. Die ersten hundert Jahre in natürlichen Farben 1840-1940. Bondlach: Gondrom Verlag 1986

Referenzen:

Chronochrome

Farbverfahren im Stummfilm I: Farbauftrag

Farbverfahren im Stummfilm II: Bad

Farbverfahren im Stummfilm III: Filter

Farbverfahren im Stummfilm IV: Filter und Bad

Farbverfahren im Stummfilm V: Filter und Raster

Handkolorierung

Kinemacolor

Kodachrome

Kodacolor

Schablonenkolorierung

Technicolor I: Zwei-Farben-Technicolor

Virage

Zoechrome


Artikel zuletzt geändert am 21.04.2014


Verfasser: SL


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