Lexikon der Filmbegriffe

Filmauswertung

auch: Filmverwertung

Als Filmauswertung bezeichnet man alle Erlösformen, die bei der Auswertung oder beim Verkauf der Nutzungsrechte an einem Film möglich sind:

– In der Kinofilmproduktion sieht die Verwertungskette in der Regel nach der Kino- die DVD- oder Video-, sodann die Pay-TV- und am Ende die Free-TV-Verwertung vor.
– In der reinen Video-Auswertung (auch: Direct-to-Video-Produktion) werden Filme nicht im Kino gestartet, sondern ausschließlich auf Video ausgewertet; dabei entfallen oft auch die TV-Auswertungen, wenn es sich um Special-Interest-Filme handelt oder um solche, die gegen Jugendschutzauflagen verstoßen.
– TV-Auftragsproduktionen umfassen in der Regel keine Nutzungsrechte, diese fallen an die Auftrag gebende Fernsehanstalt. Allenfalls kann der Produzent Auslandsrechte veräußern.
– Die Filmmusik kann eigens vermarktet werden; gelegentlich kann auch das Inhaltsformat (z.B. für Video- oder Computerspiele), das Recht an Figuren mit eigenem Design und ähnlichem zum Gegenstand von Rechteverkäufen (oder Selbstnutzungen der Rechte) werden. 
 

Referenzen:

Ancillary markets

Auswertungsfenster

Box Office

cross-collateralisation

Dollar-Kino

double feature

Erstaufführungskino

Erstlizenzzeit

Erstverwertungsrechte

Mindesteinnahmen

Nachspielkino

Nebenrechte

off-network syndication

opening weekend

output deal

promotional tie-in

release window

Sperrfrist

Syndication

Verleih: Vermarktungsstrategien

Verwertungsrechte

Zweitauswertung


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: HHM


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