Lexikon der Filmbegriffe

stone face

wörtlich etwa: „versteinertes Gesicht“

Die artifizielle Figur, die Buster Keaton in seinen zahlreichen Stummfilmen entwickelt hatte, zeichnete sich u.a. durch einen gleichbleibend ernsten, stoischen Gesichtsausdruck aus, der einen Charakter anzeigt, der weder auf dramatische noch sentimentale Entwicklungen mimisch reagierte – eine Nichtübereinstimmung von Charakter und Ausdrucksgestus, die in sich schon komisch ist. Keaton wurde darum oft The Great Stone Face genannt (weshalb auch da das dokumentarische Biopic über Keaton The Great Stone Face, USA 1968, Vernon P. Becker, betitelt wurde). Die Anekdote allerdings, dass in seinen Verträgen festgeschrieben worden sei, dass er in seinen Filmrollen niemals lachen dürfe, gehört wohl zu den urbanen Legenden, die sich um Filmstars ranken.
Die extreme Rücknahme des mimischen Ausdrucks ist von mehreren Schauspielern als Darstellungs-Stil erprobt worden; er wird meist deadpan, manchmal auch stoneface genannt. 
 

Referenzen:

deadpan


Artikel zuletzt geändert am 22.07.2011


Verfasser: AS


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