Lexikon der Filmbegriffe

Cinecolour

1925-1930 in England ausgeübtes zweifarbiges Spreizverfahren als Nachfolger von Cinechrome, auch in der Schreibweise als Cinecolor bekannt (nicht zu verwechseln mit dem amerikanischen Cinecolor). Sie wurden fotografiert mit einer Spezialkamera, bei der ein Strahlenteilerprisma vor zwei Objektiven angeordnet war; die ähnlich dem Busch-Farbenfilm um 90° verdreht nebeneinander aufgenommenen beiden Farbauszüge wurden auf dem Positivfilm hintereinander kopiert. Projiziert wurde durch zwei Objektive mit Prismenvorsatz und Farbfiltern. Später lagen dann die beiden je 8x11mm großen Teilbilder ähnlich wie bei Raycol in der Mitte des Bildfeldes übereinander. Die Rechte an Cinecolour wurden schließlich von der Dufay-Chromex Ltd. übernommen, die sich jedoch dann mit Dufaycolor und Dufaychrome befasste.

Literatur: Cornwell-Clyne, Major Adrian: Colour Cinematography. 3rd ed. London: Chapman & Hall 1951, S. 271-275.


Artikel zuletzt geändert am 02.08.2011


Verfasser: GK


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