Lexikon der Filmbegriffe

Angle of View

auch: field of vision

Der „Kamerawinkel“ beschreibt den Winkel, den die Linse der Kamera bezogen auf das horizontal vor der Linse liegende Feld darstellen kann. Je kürzer die Optik ist, desto weiter ist das Gesichtsfeld, das sie erfassen kann. So kann es bei Fischaugen-Optiken zu Ausschnitten von mehr als 180° kommen. Lange Teleobjektive dagegen können nur einen Ausschnitt von wenigen Graden wiedergeben.


Oft wird dem Kamerawinkel, der den Bildausschnitt festlegt, der Schärfentiefenbereich zugeordnet, in dem die Objekte der vorfilmischen Szene scharf zu sehen sind (im Englischen konsequent in einer Feld-Metapher: field of vision und depth of field). Es entsteht so die Vorstellung eines ikonografischen fokalen Zentrums, das im Schnittpunkt der Auswahl von Sichtbarem und Nichtsichtbarem (on-screen und off-screen) und Festlegung der Schärfe in der Tiefe des sichtbaren Raums liegt. 
 

Referenzen:

Blendenöffnung

Fischaugenobjektiv

Tele / Teleobjektiv

Weitwinkel-Objektiv

Zoom


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: HJW


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