Lexikon der Filmbegriffe

cold open

dt. etwa: „kalte Eröffnung“

Manchmal beginnen Filme ohne jede musikalische Einstimmung unmittelbar mit einer Handlungsszene. Insbesondere in Krimis (auch in Fernsehserien wie Law and Order, USA 1990ff) setzt die Handlung öfters mit einer pretitle sequence ein, der dann erst die eigentliche Titelsequenz mit der Titelmusik folgt. Derartige Formen setzen den Übergang in die Fiktion als eine sehr harte Grenze, musikalische Indikatoren des Übergangs fehlen, der Zuschauer wird unmittelbar in die Handlung hineingeworfen. Manchmal sind derartige Szenen ohne jede Musikbegleitung inszeniert; manchmal aber (wie in den Vortitel-Sequenzen der Indiana-Jones-Filme oder auch der meisten James-Bond-Filme) instrumentieren sie das Geschehen mit Formen, die eigentlich der Schlussphase von Geschichten zugeordnet sind – und tatsächlich suggerieren die Szenen das Ende von Geschichten, die der Film selbst gar nicht erzählt, und geben so einen deutlichen Hinweis auf die Serialität der Abenteuer, die die Heldenfigur zu bestehen hat. 


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: AS


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