Lexikon der Filmbegriffe

Altersfreigabe

engl.: certificate, ratings

Verschiedene Länder haben Institutionen – als Selbstkontrolle-Einrichtungen oder als Zensurbehörden – eingesetzt, die Filme dahingehend beurteilen, ob sie gewissen Altersgruppen zugemutet werden können oder nicht. In der Regel wird die Freigabe als Hinweis auf einen Inhalt und auf die Art und Weise seiner Behandlung verstanden, so dass Zuschauer eigenes Verhalten darauf abstimmen können. Allerdings sind Freigaben für jüngere Zuschauer durchaus exklusiv. Welche Inhalte zu einer Heraufstufung der Freigaben Anlass geben, ist durch nationale, soziale, religiöse und politische Standard- und Normalitätsvorstellungen definiert. Insbesondere Gewalt und Sexualität sind indizierbare Inhalte, aber auch Blasphemie und manche politischen Geschichten. Freigaben unterliegen historischem und geschmacklichem Wandel. Darum müssen sie auch periodisch kontrolliert werden.

In der Praxis der Filmverwertung kann eine Veränderung von Freigaben zum Verlust großer Publikumsanteile führen; darum stimmen die meisten Produzenten ihre Filme schon im Vorfeld auf die gewohnten Kriterien der Freigabeinstitutionen ab. Auch werden häufig Schnittauflagen ausgesprochen, um die Filme in eine besondere Freigabekategorie hineinzubekommen.
 

Referenzen:

Altersfreigaben: BBFC Ratings

Altersfreigaben: Dänemark

Altersfreigaben: FSK-Freigaben

Altersfreigaben: Kanada

Altersfreigaben: MPAA-Ratings

Altersfreigaben: Niederlande

Lichtspielgesetz (1934)

parental guidance

Schoßkindparagraph


Artikel zuletzt geändert am 25.06.2012


Verfasser: JH


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