Lexikon der Filmbegriffe

Dramödie

eingedeutscht aus engl.: dramedy

Die Zusammenziehung aus engl. dramatic comedy kennzeichnet gegenüber der älteren Bezeichnung eher die Inhalte von Spielfilmen und – vornehmlich – Fernsehserien als Bühnenstücke. Das seit Mitte der 1980er Jahre entstehende Hybrid- oder Fusionsgenre der dramedy enthält sowohl Aspekte des thematisch ernsten Fernsehdramas (in den USA bevorzugt Einstünder) mit seinem festen Ensemble an ausgearbeiteten, komplexen Charakteren als auch humoristische Aspekte der – kürzeren halbstündigen – Fernsehkomödie (sitcom) mit ihrem charakteristischen Wortwitz, selbstbezüglichen Wiederholungen und Übertreibungen. Als Subgenre wird die crime dramedy genannt. Eine frühe Film-dramedy ist Jonathan Demmes Something Wild (USA 1986), für eine hochentwickelte und dabei sehr erfolgreiche TV-dramedy-Serie kann auf Ally McBeal (USA 1997-2002) hingewiesen werden. 

Literatur: Vande Berg, Leah R.: Dramedy: Moonlighting as an emergent generic hybrid. In: Communication Studies 40 (1989), S. 13-28. – Vande Berg, Leah R.: Dramedy. http://www.museum.tv/archives/etv/D/htmlD/dramedy/dramedy.htm. – Sewell, Philip W.: From Discourse to Discord: Quality and Dramedy at the End of the Classic Network System. In: Television & New Media 11,4, July 2010, pp. 235-259.


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: LK


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