Lexikon der Filmbegriffe

Digital Video

DV (= Digital-Video) bezeichnet einerseits eine digitale Videoaufzeichnung auf Magnetbändern im Allgemeinen, aber auch das DV-Format (Bandformat: 1/4" = 6,35mm Bandbreite) im Besonderen. Im DV-Format gibt es mehrere Standards:

– Am weitesten verbreitet ist der Mini-DV-Standard, der in den meisten neueren Consumer-Kameras verwendet wird. Mini-DV hat eine Datenrate von 25Mbit/s bei einer Kompression von 5:1 bei einer Bandgeschwindigkeit von 18,8mm/s. Üblich sind dabei Kassettenlängen von 60min, es gibt auch Bänder mit 90min. Möglich ist auch eine Longplay-Aufzeichnung, die mit verminderter Bandgeschwindigkeit arbeitet.
– Eine Weiterentwicklung von Sony ist das professionelle DV-CAM-Format, das im News-Bereich (ENG) eingesetzt wird. Es hat ebenfalls eine Datenrate von 25Mbit/s und eine Kompression von 5:1, aber eine höhere Bandgeschwindigkeit 28,2mm/s. Der Vorteil liegt in einer höheren Störsicherheit (weniger ‚Spratzer‘), vor allem wird dieses Format jedoch in aufwändigeren Kameras mit einer besseren Bildverarbeitung verwendet. Die Bänder sind sowohl im Mini-Format (40min), wie auch im Standard-Format (bis zu 184min) erhältlich.

Die Firma Panasonic hat basierend auf dem DV-Format weitere Standards auf den Markt gebracht:

DVC-Pro entspricht in seinen Spezifikationen weitgehend dem Sony-Format DV-CAM mit 25Mbit/s und 5:1 Kompression, hat jedoch eine andere Farbauflösung und eine andere Bandgeschwindigkeit mit 33,8mm/s. Es ist daher nicht kompatibel mit DV-CAM, jedoch gibt es Player, die sowohl DV-CAM wie auch DVC-Pro lesen können.
DVC-Pro 50 arbeitet mit einer Datenrate von 50Mbit/s, einer Kompression von 3,3:1, einer besseren Farbauflösung und einer Bandgeschwindigkeit von 67,7mm/s. Dieses Format wird für hochwertige Fernsehdokumentation und -Filme verwendet.
DVC-Pro HD (auch: DVC-Pro 100)ist ein HDTV-Format, das mit 100Mbit/s arbeitet. 
 

Referenzen:

digitale Videosysteme: Übersicht


Artikel zuletzt geändert am 03.08.2011


Verfasser: DF


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