Lexikon der Filmbegriffe

Dime Museum

Die Idee, Objekte auszustellen, für deren unterhaltsame und erbaulich-lehrreiche Ausstellung das Publikum Geld ausgeben würde, entstand im Amerika des frühen 19. Jahrhunderts. Schon Mitte des Jahrhunderts wurden Aussteller wie Phineas Taylor Barnum in New York oder Charles Willson Peale mit seinem „American Museum“ in Philadelphia Millionäre; zugleich entstanden Museen wie das Smithsonian, die eine ähnliche Idee der „lehrreichen Ausstellung“ als Museumskonzept umzusetzen suchten. Die Dime Museums versammelten bald nicht mehr nur natürliche und künstliche Objekte, sondern auch Wachsmuseen, Menagerien, wissenschaftliche Experimente, Kleinstbühnen und andere Unterhaltungsangebote bis hin zu Freakshows – für den Preis von zehn Cent: einem Dime. Dime Shows nahmen früh Filme in ihr Angebot auf. Dime Shows hatten ihre hohe Phase zwischen 1840 und 1900; mobile Shows arbeiteten aber noch bis in die 1960er Jahre hinein.

Literatur: Wood, J.G.: Dime Museums. In: Atlantic Monthly 55, June 1885, S. 759-765. – Dennett, Andrea Stulman: Weird and Wonderful: The Dime Museum in America. New York: New York University Press 1997.
 

Referenzen:

Freakshow

Kuriositätenkabinett

Nickelodeon

Penny-Arkaden


Artikel zuletzt geändert am 17.01.2012


Verfasser: HHM


Zurück