Lexikon der Filmbegriffe

stoner comedy

auch: stoner, stoner film, movie; dt. meist: Kifferfilm

Die Rede vom stoner kam in den 1970ern auf, als insbesondere die Filme der Cheech&Chong-Reihe und die Fritz-the-Cat-Comics (als Film 1972, 1974) die Figur des Marihuana rauchenden Kiffers in die Welt der Komödie einführten – eine fast immer männliche Figur, die immer gut gelaunt war, zu Streichen aufgelegt, oft kaum berechenbar, aus Alltagskonventionen ausbrechend, spontan ihren Bedürfnissen folgend. Zu den narrativen Konventionen der Filme des Genres gehört es, gesellschaftliche Autoritäten als seltsame Figuren zu kennzeichnen, deren tiefere und im bürgerlichen Alltag verdeckte oder sogar verdrängte Charakterzüge allerdings oft bei einem – immer unbeabsichtigten – Rausch zu Tage treten und sich dann in fast ekstatischer Form in slapstickartigen Szenen entladen. Ein auch in Deutschland sehr erfolgreiches Beispiel war Saving Grace (Großbritannien 2000, Nigel Cole).
Die Bewertung der Droge und des Drogenkonsums sind in der stoner comedy positiv, weshalb die Filme oft konservativer Kritik ausgesetzt waren. Das High Times Magazine vergibt seit 2000 jährlich die Stony Awards für die besten Kifferfilme des Jahres.

Referenzen:

Drogenfilme


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: KB


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