Lexikon der Filmbegriffe

showstopper

auch: show-stopper

Als showstopper werden im klassischen Musical gelegentlich die Bühnenperformances bezeichnet, die sich klar von der Narration abheben. Durch ihre inhaltliche wie auch thematische Freistellung kommt es während der musikalischen Nummern somit zu einem Bruch in der filmischen Narration. Verstärkt wird dieser noch, wenn der Liedtext in keiner Verbindung zum Plot steht und die Protagonisten sowie anfangs vorgestellte Nebenfiguren  in der Darbietung nicht auftreten (z. B. „Wedding of the Painted Doll“ in The Broadway Melody). Der Begriff prägt vor allem die Rezeption der oftmals spektakulären Musicalnummern des Choreographen und Regisseurs Busby Berkeley. Diese scheinen allein ihres Schauwerts wegen in die Filme integriert zu sein. Folglich kommt die Handlung während dieser Darbietungen zum Stillstand (s. z. B. „Pettin in the Park“ und „Shadow Waltz“ in Gold Diggers of 1933).

Literatur: Rubin, Martin: Showstoppers: Busby Berkeley and the tradition of spectacle. New York: Columbia University Press 1993.

Referenzen:

production number I

production number II


Artikel zuletzt geändert am 21.01.2012


Verfasser: JST


Zurück