Lexikon der Filmbegriffe

Aliasing

Aliasing ist ein Sammelbegriff für verzerrende oder paradoxe Wahrnehmungseffekte, die auf die Projektionsgeschwindigkeit, die verwendeten Optiken und ähnliches zurückgeführt werden können. Am bekanntesten ist vielleicht der „Wagenrad-Effekt“, bei dem der Eindruck entsteht, die Räder bewegten sich rückwärts. Zum aliasing gehören auch die Moirée-Muster, die gelegentlich bei der Fernseh-Abtastung auf monochromen Farbflächen auftreten, sowie der „Treppeneffekt“, der schräge und gekrümmte Linien in Computergraphiken als unterbrochene Folge von Linien erscheinen lässt. Für letztere liegen inzwischen eine ganze Reihe von Verfahren des anti-aliasing vor (auch: Kantenglättung), mit denen der Treppeneffekt gemildert werden kann.

Literatur: Magnenat-Thalmann, Nadia / Thalmann, Daniel: Image synthesis. Theory and practice. Tokyo [...]: Springer 1987. – Wedi, Thomas: Adaptive bewegungs- und aliasing-kompensierende Prädiktion für die Videocodierung. Düsseldorf: VDI-Vlg. 2004 (Fortschritts-Berichte des VDI. Reihe 10: Informatik, Kommunikationstechnik. 744.).

Referenzen:

Bewegungsartefakt

Wagenradeffekt


Artikel zuletzt geändert am 05.01.2012


Verfasser: AS


Zurück