Lexikon der Filmbegriffe

Filmhobel

engl.: scraper, splicer


1938 entwickelte Ernst Hammann den Filmhobel, mit dem ein asymmetrischer Stufenschnitt ohne Schaben und den damit verbundenen unerwünschten Staub mit einer Hobelklinge ausgeführt wurde. Das neue Gerät war ausgestattet mit einem Schneide- und einem weiteren Messer, das einen dünnen Span (wie „gehobelt") vom Filmmaterial (0,145mm) abhob; daraus ergibt sich ein Stufenschnitt. 1939 kaufte Geyer das Patent. Der Kriegsausbruch verhinderte zunächst eine Serienproduktion, diese erfolgte erst ab Ende der 1940er Jahre.


Die heute noch aktuelle Weiterentwicklung des Filmhobels stellt der Filmspalter dar: Den Doppelkeilschnitt gab es erst 1969 – als Produkt der Hammann-Film-SPALT-Technik. Er ermöglichte symmetrische Klebestellen, so dass z.B. bei 16mm-Film der Bildstrich in der Mitte der Klebestelle liegt. Bei einer Spaltbreite von 0,8mm ist somit die Klebestelle außerhalb des Wiedergabe-Formats und damit besonders bei einer Abtastung auf Video vollkommen unsichtbar. Mithin konnte wegen der asymmetrischen „Hobel"-Klebestellen der mit erhöhten Kosten verbundene A-B-Schachbrett-Schnitt entfallen. Selbst ein Direct-Blow-Up konnte mit einem einstreifig geschnittenen Original-Negativ erfolgen.
Der Hammann-Enkel Ernst Hammann leistet bis heute den Service (Stand: 2016). 


Video mit Helmut Rings: URL: https://www.youtube.com/watch?v=lJxTXAArvks.


Artikel zuletzt geändert am 11.10.2016


Verfasser: HR


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