Lexikon der Filmbegriffe

Klebepresse

auch: Schneidepresse, Klebelade, Klebelehre, umgangssprachlich auch: Wumme

Um die Enden zweier Filmstücke zu verbinden, verwendet man in allen Filmformaten die Klebepresse. Man unterscheidet die Nassklebepresse, bei der man die beiden Filmenden mit Filmkitt – d.i. ein Lösemittelgemisch – verschweißt, und der Trockenklebelehre), bei der man Selbstklebeband verwendet. Im Grundprinzip basiert die Klebepresse in beiden Formen auf einer Schiene, auf der die beiden miteinander zu verbindenden Filmenden auf eine Linie ausgerichtet werden. Dabei greifen Pass-Stifte in die Perforation ein, so dass man die Filmstücke auch bildgenau aufeinander abstimmen kann. Klebepressen werden beim (manuellen) Schnitt sowie in Kinos verwendet, um Filmrisse zu reparieren oder die aktweise gelieferten Filme zu entkoppeln und für die Projektion von Tellermaschienen miteinander zu verkleben.
Im Trockenklebeverfahren wird das Klebeband zunächst auf der einen, sodann auf der anderen Seite auf die Verbindestelle gelegt und an den Rändern abgeschnitten. Es gibt allerdings auch perforierte Klebestreifen. Diese Verbindungen lassen sich leicht wieder lösen. Die im Nassverfahren geklebten Stellen sind dagegen dauerhaft einander gefügt. Im Normalfall werden die zu verklebenden Filmenden keilförmig angeschliffen oder mit einem Filmhobel gehobelt, so dass die Klebestelle kaum dicker als der normale Film ist. Manchmal sind Klebepressen beheizt, um eine schnellere Trocknung der Klebestelle zu ermöglichen.


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: JH


Zurück