Lexikon der Filmbegriffe

preview

Als preview bezeichnet man generell jede Vorführung eines Films vor der Premiere (genauer: vor dem Beginn seiner Verleihphase), sei es für Mitarbeiter an dem Film, für Verleiher und Einkäufer für Fernseh- und andere Verwertungsrechte, für die Presse oder die Medien. Insbesondere hat sich schon in den 1920er Jahren ein preview für ein ausgewähltes Publikum eingebürgert, um den Film zu testen und evaluieren. Die Zuschauer werden als focus groups möglichst repräsentativ für das intendierte Publikum zusammengestellt. Jeder Zuschauer wird gebeten, Urteile und Kommentare zum Film auf einem Fragebogen abzugeben, der sorgfältig studiert wird. Oft werden nach der Vorführung außerdem intensive Gespräche, Tiefeninterviews oder Gruppengespräche mit Zuschauern geführt. Manche Filme sind aufgrund der Preview-Daten umgeschnitten worden, manchen wurde ein neues Ende verordnet, manche sind dramaturgisch verändert worden. Das Ende der ersten Fassung von Fatal Attraction z.B. sah vor, dass die Heldin (Glenn Close) so Selbstmord begehen sollte, dass der Held (Michael Douglas) als ihr Mörder erschien; das Publikum war angeblich empört, und es wurde ein neues Ende nachgedreht, in dem die Close-Figur durch die eifersüchtige Ehefrau des Protagonisten umgebracht wird.

Referenzen:

Pressevorführung

sneak preview

trade show

Vorschau

Werkpremiere


Artikel zuletzt geändert am 15.06.2016


Verfasser: HJW


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