Lexikon der Filmbegriffe

Bioskop Film GmbH

1973 gründet der Produzent Eberhard Junkersdorf in München mit den Regisseuren Volker Schlöndorff und Reinhard Hauff die Bioskop Film GmbH, die zunächst Filme der Gründungsregisseure ermöglichte (darunter Schlöndorffs Die verlorene Ehre der Katharina Blum, 1975, und Der Fangschuß, 1976, und Hauffs Messer im Kopf , 1978, und sein Stammheim, 1985), dann aber zu einer der wichtigsten Produktionsfirmen des Neuen Deutschen Films wurde und Filme wie Herbert Achternbuschs Das Andechser Gefühl (1974), Reinhard Hauffs, Peter Fleischmanns Die Hamburger Krankheit (1979), Margarete von Trottas Die bleierne Zeit (1981) und noch Esther Gronenborns alaska.de (2000). Die Bioskop blieb die Stammproduktion von Hauff und Schlöndorff, wurde Koproduzent der internationalen Produktionen Schlöndorffs. Zu den Filmen der Bioskop gehörten insbesondere Schlöndorffs internationale Erfolge wie Die Blechtrommel (1979), Eine Liebe von Swann (1984) oder Die Geschichte der Dienerin (1990).
Junkersdorf gründete 1995 das Zeichentrick‑Studio Munich Animation (u.a. Die furchtlosen Vier, 1995‑97, eine Adaption des Märchens von den Bremer Stadtmusikanten). 2001 (Geschäftsbeginn: 2002) wurde die Firma in die Neue Bioskop Germany überführt, mit Dietmar Güntsche und Eberhard Junkersdorf als geschäftsführenden Gesellschaftern. War schon die Bioskop dem ästhetischen und politischen Konzept des Neuen Deutschen Films verpflichtet, interessiert sich auch die Neue Bioskop nach eigenem Bekunden „für die besondere Perspektive, für die etwas andere Haltung zu gesellschaftlich relevanten Themen, die ein breites Publikum ansprechen“. Zu den Produktionen rechnen Der alte Affe Angst (2002, Oskar Roehler) und Der grosse Kater (2008, Wolfgang Panzer).

Homepage: www.bioskop.de


Artikel zuletzt geändert am 14.01.2012


Verfasser: HHM


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