Lexikon der Filmbegriffe

in-joke

dt. eigentlich: Insiderwitz

Informationen, die über die Geschichte hinausgehen und nur mit zusätzlichem und oft exklusivem Wissen erschließbar sind, werden oft in-jokes genannt. Wenn man also weiß, dass in King Kong (USA 1933) die beiden Filmemacher Ernest B. Schoedsack und Merian C. Cooper als Chefpilot und Flugtechniker in einer Maschine sitzen, die den gigantischen Affen beschießt, erschließt sich ein „zweiter Blick“ auf die Szene, der oft mit einem Lacher begleitet wird. Vor allem Cameo-Auftritte, verdeckte oder offene Anspielungen auf andere Filme, sprechende oder anspielende Figurennamen – es sind eine ganze Reihe von Formen, die als in-jokes goutiert werden können. Filme wie Robert Altmans The Player (USA 1991) machen den in-joke zu einem wesentlichen Teil ihrer Darstellung, darin Filmen wie der Slacker-Komödie Wayne‘s World (USA 1992, Penelope Spheeris) ähnelnd. Die Zunahme der Inszenierung von in-jokes insbesondere im populären Kino der letzten beiden Dekaden deutet auf eine rasant wachsende Ausdehnung des Wissens über Film und Filmproduktion, populäre Figuren und anderer medialer Tatsachen hin.


Artikel zuletzt geändert am 14.09.2011


Verfasser: HJW


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