Lexikon der Filmbegriffe

love goddess

auch: sex goddess; dt. oft als Liebesgöttin, Sexgöttin; ursprünglich: Begriff aus der Mythologie, am bekanntesten sind Aphrodite und Venus als Göttinnen der Liebe

Nicht erst Rita Hayworth wurde oft von Fans und Kritikern als love goddess bezeichnet: Dass Stars Träger von Bedeutungen sind, die in mancher Interpretation auf die Personalisierungsstrategien antiker Mythologien zurückweisen, kann nicht überraschend sein. Eine ganze Reihe von Schauspielerinnen wurde schon in der Stummfilmzeit in Kritik und Film-Marketing als „Liebesgöttinnen“ bezeichnet, darauf hindeutend, dass sie als Repräsentanten abstrakter Tugenden und Eigenschaften wie Liebe, Attraktivität und Schönheit, aber auch von Promiskuität, Fruchtbarkeit, einer Nähe zu Magie und Hexenwesen sowie einer ebenso fatalen wie verführerischen Nähe zum Tod aufgefaßt (und möglicherweise auch wahrgenommen) werden können.

Literatur: Evans, Peter: Bardot – eternal sex goddess. London : Frewin, 1972. – Jordan, Jessica Hope: The Sex Goddess in American Film: 1930‑1965. Jean Harlow, Mae West, Lana Turner, and Jayne Mansfield. Amherst, NY: Cambria Press 2010.


Artikel zuletzt geändert am 30.12.2011


Verfasser: KB


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