Lexikon der Filmbegriffe

Eidetik (2)

In der Psychologie bezeichnet Eidetik die besondere Qualität des Vorstellungsvermögens, dass man sich früher Wahrgenommenes in allen Einzelheiten als Wahrnehmungstatsache vorstellen kann (in klarem Unterschied zu Halluzinationen, die ebenfalls Wahrnehmungstatsachen ohne äußere Objekte sind, bei denen der Vorstellende aber nicht weiß, dass seine Wahrnehmungen nur Vorstellungen sind). Eidetische Wahrnehmungsbilder bilden eine Zwischenstufe zwischen optischen Nachbildern und Vorstellungen. Eine Theorie der Eidetik wurde von Erich Rudolf Jaensch entwickelt. 

Literatur: Jaensch, Erich Rudolf: Zur Eidetik und Integrationstypologie. Arbeiten aus dem Institut für Psychologische Anthropologie an der Universität Marburg/Lahn. Leipzig: Barth 1941. – Arduini, Arnaldo: Principles of eidetics. Outline of a theory. Berlin [...]: Springer 1992.


Artikel zuletzt geändert am 30.12.2011


Verfasser: JvH


Zurück