Lexikon der Filmbegriffe

Lichtempfindlichkeit

Jedes Foto- und Filmmaterial hat eine eigene Empfindlichkeit für Licht. Diese hängt von der Art der Emulsion ab. Jede Emulsion – ob nun beim Schwarzweiß- oder Farbfilm – enthält lichtempfindliche Silbersalze. Je größer der Durchmesser der unbelichteten Silberkörner, desto mehr Licht trifft auf die Oberfläche der Salzkristalle und desto schneller ist der Film fertig zur Entwicklung. Die Korngröße – bei einer wenig empfindlichen Emulsion beträgt sie ca. 0,2 Micrometer, bei einer hochsensiblen ca. 0,2-0,4 Micrometer – bestimmt also, wie sensibel der Film auf den Lichteinfall in der Kamera reagiert.
Die Lichtempfindlichkeit eines Films wird auf der Packung oder der Dose des unbelichteten Films in ASA (American Standard Authority) bzw. in DIN (Deutsches Institut für Normung) angegeben. Je höher die ASA- oder DIN-Zahl, desto lichtempfindlicher ist der Film. Ein lichtunempfindlicher 18 DIN-Film entspricht einem 50 ASA-Film, ein sehr sensibles 27 DIN-Filmband einem 400 ASA-Filmstreifen.
Zwei Emulsionsarten werden für den gewöhnlichen Verbrauch hergestellt: die kontraststarke, wenig lichtempfindliche high contrast emulsion und die „schnelle“ (auf Licht schnell reagierende), d.h. sehr sensible high speed emulsion. Zur Umkopierung alter Schwarzweißfilme aus Archiven ist ein sogenannter Feinkornfilm (fine grain master) notwendig, der sich durch eine sehr feine Körnung auszeichnet und ein besonders gutes Auflösungsvermögen sowie brillante Schärfe aufweist.

Referenzen:

Emulsion

Kontrast

orthochromatischer Film

panchromatischer Film


Artikel zuletzt geändert am 24.01.2012


Verfasser: SL


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