Lexikon der Filmbegriffe

slob comedy

dt. etwa Lümmel- oder Chaoten-Komödie

Der bis heute in der Kritik verbreitete Begriff der slob comedies kam wohl 1978 anlässlich des John-Landis-Films Animal House (aka: National Lampoon‘s Animal House, USA 1978) auf. Die Wurzeln der Komödienform weist in die Protest- und Gegenkulturen der 1960er und 1970er zurück. Ihre Helden sind Jugendliche, die in manchmal provokanter Form alle Anstandsregeln (zumindest derjenigen, die im Kino gelten) missachteten. Mit der TV-Serie Saturday Night Life (USA 1977-80) mit dem Schauspieler Bill Murray, der später in Caddyshack (USA 1980, Harold Ramis) eine Hauptrolle in einem der ersten Filme des Genres spielte, gewann der laute und respektlose, radikal pubertäre und zugleich unmoralische Tonfall der slobs einen festen Platz im Kino. Es sind vor allem die Spaßformeln männlicher Peer-Groups, die zu ihrer Zeit ein großes zumeist jugendliches Publikum ansprachen. Die Bedeutung des Genres ging Ende der 1980er zurück, wurde durch die nicht minder unanständigen gross-out comedies abgelöst.

Filme: Stripes (USA 1981, Ivan Reitman); Porky‘s (USA 1982, Bob Clark); Police Academy (USA 1984, Hugh Wilson); Spies Like Us (USA 1985, John Landis).

Referenzen:

gross-out comedies


Artikel zuletzt geändert am 12.10.2012


Verfasser: CA


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