Lexikon der Filmbegriffe

Otaku

auch: O-Taku; dt. meist: Otaku; als Bezeichnung für die Nutzungsform: Otakismus

Japanische Bezeichnung (eigentlich höflich für ‚das Haus oder Heim einer anderen Person‘) für kenntnisreiche Liebhaber (Fans) von Mangas und Animes. Als Negativkriterium auch für verbissene, einzelgängerische Fanatiker der Internetgeneration (engl. sogenannte nerds und geeks). Otaku ist zu einer medientheoretisch-soziologischen Kategorie geworden, mit der Einstellungen japanischer Jugendlicher zu virtuellen Systemen wie dem Internet gekennzeichnet werden. Die französischen Regisseure Jackie Bastide und Jean-Jacques Beineix haben 1993 den Lebensstil der Otaku-Generation (Fans, Spieler, Sammler und Bastler) in einem Feature dokumentiert.

Literatur: Barral, Etienne: Otaku: les enfants du virtuel. Préface de Jean-Jacques Beineix. Paris: Denoël 1999. – Grassmuck, Volker: Eine Lebensform der Zukunft? Der Otaku. In: Neue, schöne Welt? Lebensformen der Informationsgesellschaft. Hrsg. v. Dirk Matejovski. Herne: Heitkamp-Edition 1999; Frankfurt/New York: Campus 2000, S.157-177 http://waste.informatik.hu-berlin.de/Grassmuck/Texts/otaku99.html. – Manfé, Michael: Otakismus. Mediale Subkultur und neue Lebensform – eine Spurensuche. Bielefeld: transcript 2005. - Manzenreiter, Wolfram: Virtuelle Gemeinschaften oder lonesome otaku. Zur sozialen Integrationskraft des Internet in Japan. In: Asien und das Internet, hrsg. v. Günter Schuchert. Hamburg: Inst. für Asienkunde 2002 (Mitteilungen des Instituts für Asienkunde Hamburg, 351.).

Film: Pellerin, Laurent / Boudet, Rémy: Otaku: fils de l'empire du virtuel. Un reportage de Jean-Jacques Beineix et Jackie Bastide [1993]. France 2 Cinéma/Cargo Film 1994; dt. [Köln]: WDR 1996 (Fenster zur Welt.) [Video].
 

Referenzen:

Anime

Manga


Artikel zuletzt geändert am 18.01.2012


Verfasser: LK


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