Lexikon der Filmbegriffe

Ego-Shooter-Spiele

lat. ego = ich; engl. shooter = Schütze; auch First-Person-Shooter (FPS), Baller- oder Killerspiele

Ego-Shooter-Spiele sind Computerspiele, in denen der Spieler aus der Ich-Perspektive eines Protagonisten mittels Handfeuerwaffen oder anderer Instrumente gegen Computergegner (oder über das Internet oder Rechnerverbünde gegen und mit menschlichen Spielern) in einer meist dreidimensionalen Spielwelt kämpft. Bekannte Vertreter des Genres sind die Doom- oder Quake-Reihen, die aufgrund ihrer visuellen Brutalität zumeist nur für Erwachsene zugänglich sind und häufig zensiert, modifiziert (Blut wird z.B. grün oder gar nicht dargestellt) oder gänzlich verboten werden.
Ego-Shooter-Spielen lassen sich kaum verfilmen, da der Reiz des Spielerlebnisses nicht auf einer ausgeklügelten Handlung, sondern auf der Teilnahme am Spiel selbst basiert. Im Film tauchen sie darum höchstens als Spiele auf, durch die die Charaktere der Handlung charakterisiert werden, nicht aber als formgebende Strukturen für die Narration des Films. Darum sind filmische Adaptionen der Ego-Shooter-Konstellation äußerst selten (verwiesen sei auf Doom, Großbritannien [...] 2005, Andrzej Bartkowiak, und auf House of the Dead, BRD/Kanada/USA 2003, Uwe Boll, die aber beide die Spielerposition nur visuell  repräsentieren, ohne den Zuschauer in das Geschehen eingreifen lassen zu können).


Artikel zuletzt geändert am 30.01.2012


Verfasser: DM


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