Lexikon der Filmbegriffe

naiver Film (3)

In der Kritik findet man gelegentlich die Rede von einem „naiven Film“ als (in der Regel pejorative) Bezeichnung für Filme, die ihren Gegenstand in einfältiger Manier ohne kritische Distanz, in manchmal märchenartiger Form exponieren. In der Terminologie der kritischen Theorie: Die Naivität dieser Filme bemisst sich am mangelnden Realismus der Darstellung von Themen, Milieus und Figuren sowie an der Bereitwilligkeit, sich den affirmativen Sinn- und Weltentwürfen der Kino-Traumfabrik zu unterwerfen.

Literatur: Adorno, Theodor W.: Ästhetische Theorie. Frankfurt: Suhrkamp 1973, S. 499ff. Zuerst 1970. 
 

Referenzen:

Simpliziade

naiver Film (1)

naiver Film (2)


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: HHM


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