Lexikon der Filmbegriffe

Beat Generation

Als Beat Generation wird eine Richtung der US‑amerikanischen Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg in den 1950er Jahren bezeichnet. Bekannte Beat‑Autoren sind Jack Kerouac, Allen Ginsberg und William S. Burroughs. Das Zentrum der Gruppe war New York. Die Beatniks lebten unkonventionell und zeichneten sich durch ihre Spontanität und ihre teils chaotische, aber meist kreative Veranlagung aus. Auch wenn Kerouac den Begriff Beat Generation schon 1948 geprägt hatte, erhielt sie erst in den späten 1950ern regen Zulauf. Zentrale Elemente des Beat waren Experimente mit Drogenkonsum und -erfahrung, sie Auslotung alternativer Formen der Sexualität, eine strikte Zurückweisung materialistischer Lebensideale, Interesse in östlichen Religionen (v.a. Buddhismus) sowie die Idealisierung exzessiver und unkontrollierter Formen künstlerischen Ausdrucks. Eine der wichtigsten Techniken der Beatliteratur wurde die Textcollage, das cutup. Seit den 1950ern gab es eine große Anzahl von Versuchen, auch Filme unter der Vorgabe der Poetik des Beat zu realisieren. Sie gehören ausnahmslos dem Underground-Cinema an. Zu den Regisseuren gehörten neben Jonas Mekas auch John Cassavetes (Shadows, 1959), Ron Rice (The Queen of Sheeba Meets the Atom Man, 1963, erst 1982 fertiggestellt), Jack Smith (Flaming Creatures, 1963). Von größter Bedeutung waren die Einflüsse der Beat-Bewegung auf die europäischen Kunstszenen.

Film: The Source (Die Beat Generation – Wie alles anfing); USA 1999, Chuck Workman. – Filmographie: The Beat Movement on Film, URL: http://www.lib.berkeley.edu/MRC/CarneyFilms.html.

Literatur: Mullins, Patrick: Hollywood and the Beats. In: Journal of Popular Film and Television 29,1, 2001, S. 32‑41. – Sargeant, Jack: Naked lens. An illustrated history of beat cinema. London: creation books 1997, repr. 2001 (Creation Cinema Collection. 7.). – Sterritt, David: Mad to be saved. The Beats, the '50s, and film. Carbondale [...]: Southern Illinois University Press 1998. – Sterritt, David: Screening the Beats. Media culture and the Beat sensibility. Carbondale, Ill.: Southern Illinois University Press 2004.
 

Referenzen:

beat cinema

cut-up


Artikel zuletzt geändert am 22.03.2012


Verfasser: AS W


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