Lexikon der Filmbegriffe

vamping

als musikalisch-morphologische Strategie; die verwendeten Phrasen bezeichnet man als: vamp

Als vamp bezeichnet man eine Ostinatobegleitung zur Improvisation, aber auch kurze Motive, die die Struktur eines Stückes auf Grund ihres vielfachen Gebrauchs prägen. Vamps finden sich nicht nur im Jazz (aus dem die Technik des vamping stammt), Gospel und Soul, sondern auch in vielen Formen der Populärmusik wie Rock, Funk, Reggae, R&B, Country und Pop. Die kurzen Phrasen sind in sich geschlossen, laden aber zur (oft minimalen) Variation ein. Ein berühmtes Beispiel ist Take Five, in dem Dave Brubeck von Beginn bis zum Ende des Stücks eine kleine synkopierte Figur im 5/4-Takt spielt. Vamping ist auch eine Strategie der Filmmusik; um alles andere bereinigt, finden sich gerade im Action-Film ostinate Phrasen, die durchaus der Serialität der Handlung korrespondieren. 


Artikel zuletzt geändert am 22.03.2012


Verfasser: JH


Zurück