Lexikon der Filmbegriffe

design-en-scène

Kunstwort, nach dem Muster von: mise-en-scène; dt. etwa: szenisches Design

Dass der Film eines der dichtesten und prägnantesten Ausdrucksmittel für Designwelten ist, ist spätest seit den Art-Déco-Einrichtungen der Filme der 1930er bekannt. Es ist das gesamte Feld der Mise-en-Scène, die sich mit der Tätigkeit von Designern kreuzt, von Mode über Möbel und andere Formen des Objektdesigns über soziale Praktiken, neu kreierte Getränke und ähnliches bis hin zu Inneneinrichtungen und zur Architektur (und sogar zum Design von Computerspielen, Formen des Fernsehens und ähnlichem). Immer hat der Film Handlungswelten inszeniert, deren Design in einer hybridisierenden Spannung zwischen realistischem und hyperreal-virtuellem Stil wahrgenommen wurde. Die Gelegenheitsbildung Design-on-Scène markiert eine Zuwendung von Designern zu den Möglichkeiten, in Filmen modellhafte Designkonzepte zu realisieren. Ob der Film damit zu einem Werbemedium für ganz andere als künstlerische Interessen wird, bleibt ein Punkt der Diskussion.

Literatur: Barsacq, Léon: Caligari's Cabinet and Other Grand Illusions. A History of Film Design. Rev. and ed. by Elliott Stein. Boston, Mass): New York Graphic Soc. 1976. Zuerst frz, 1970. – Bergfelder, Tim / Harris, Sue / Street, Sarah: Film Architecture and the Transnational Imagination. Set Design in 1930s European Cinema. Amsterdam: Amsterdam University Press 2007. – Cullen, Cheryl Dangel: The Art of Design. Inspired by Fine Art, Illustration and Film. Cincinnati, Ohio: How Design 2003. – Ede, Laurie N.: British Film Design. A history. London [...]: I.B. Tauris 2010. 


Artikel zuletzt geändert am 14.04.2012


Verfasser: KB


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