Lexikon der Filmbegriffe

Superscope (1)

Breitwandverfahren, das für die Aufnahme eine normale 35mm-Kamera ohne anamorphotische Optik verwendet und das darum als billigere Alternative zu CinemaScope von RKO Pictures 1954 vorgestellt in dem Film Vera Cruz von Robert Aldrich worden war. Es musste vom Kameramann darauf geachtet werden, dass alle bildwichtigen Informationen in einem 23,9x11,2mm großen Teilfeld des Bildes enthalten sind. Das Breitwandformat entsteht erst in einem optischen Prozeß im Kopierwerk, wenn das Teilbild zu einem 2:1-Breitwandbild umgesetzt wird, das anamorphotisch zu projizieren ist. Zwischen 1955 und 1957 entstanden nur 29 Filme (neun Technicolor-Filme der RKO, alle anderen waren Schwarzweiß-Filme kleinerer Produzenten) im Superscope-Format, darunter eine Neuaufführungskopie von Disneys Fantasia (1940) und Don Siegels SF-Film Invasion of the Body Snatchers (1956). Es wurde schon bald aufgegeben, weil das Bildfeld zu klein und die Projektionsqualität zu schlecht war. 
 

Referenzen:

Superscope (2)


Artikel zuletzt geändert am 22.04.2012


Verfasser: JH


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