Lexikon der Filmbegriffe

Spektakel (1)

con lat.: spectaculum = Schauspiel, Augenweide, Anblick; auch: Krach, Lärm

Kino und Spektakel bilden einen engen Zusammenhang – Ansichten des Kinos als Schauraum, als Ort einer originären Schaulust und in einer kulturellen Funktionalisierung als Erlebnisort eröffnen einen besonderen Zugang zu einer sozialen und epistemologischen Geschichte des Kinos, in dem die Ausdrucksformen des Films und seiner Präsentationen ästhetische Formationen und Determinationen der Wahrnehmng angeboten haben, die in die Realität selbst zurückfließen (können). Es sind die Formen des „Kinos der Attraktionen“, die einen Kern der Gratifikationen des Kinogehens ausmachen, diue sich selbst historisch verändern (nicht nur im Hinblick auf die technischen Möglichkeiten, sondern vor allem auch auf die Formatierung des Inhaltlichen). Die Überlegung hat angesichts der Doppelrolle von Frauen als Schauende und Angeschaute vor allem in der feministischen Filmtheorie eine Rolle gespielt.

Literatur: Grindon, Leger: The role of spectacle and excess in the critique of illusion. In: Post Script: Essays in Film and the Humanities 13,2, 1994, S. 35‑43. - Petro, Patrice: Perceptions of Difference: Woman as Spectator and Spectacle. In: Women in the Metropolis: Gender and Modernity in Weimar Culture. Ed. by. Katharina von Ankum. Berkeley [...]: University of California Press 199, S. 41-43. – Turner, John S. II: Collapsing the interior/exterior distinction. Surveillance, spectacle, and suspense in popular cinema. In: Wide Angle 20,4, 1998, S. 92‑123.

Referenzen:

Attraktion / Narration

Filmgeschichte: Attraktion und Narration

Spektakel (2)


Artikel zuletzt geändert am 22.04.2012


Verfasser: KB


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