Lexikon der Filmbegriffe

Parteienkonflikt

In den meisten dramatischen Konstellationen ist der grundlegende Konflikt personalisiert – dann streiten sich mehrere Personen oder Parteien um ein (Wert-)Objekt (eine Frau, Macht und Herrschaft als Abstrakta, um Besitz und ähnliches). Manchmal ist der Konflikt althergebracht (wenn etwa zwei Familien miteinander in generationenlangem Streit liegen wie in Romeo und Julia oder wenn zwei Volksgruppen miteinander verfeindet sind), dann entzündet sich das Drama an einem besonderen Gegenstand oder folgt einem besonderen Anlaß. Filme, die auf Parteienkonflikten basieren, behandeln oft politische Themen, plädieren durch ihr tragisches Ende für den Ausgleich des Konfliktes oder ergreifen ihrerseits Partei für eine der beteiligten Gruppen. Der Begriff wird auch in der politischen Kommunikation verwendet, darin auf den dramatischen Charakter des Politischen hinweisend. Umgekehrt nimmt The War of the Roses (USA 1989, Danny DeVito) im Titel eine ironische Übertragung eines historischen Krieges auf eine Ehegeschichte vor. 


Artikel zuletzt geändert am 13.10.2012


Verfasser: JH


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