Lexikon der Filmbegriffe

Bundesbürgschaft

Zur finanziellen Unterstützung der Filmproduzenten übernahm der Bund in einem Bundestagsbeschluss vom 31.3.1950 sogenannte „Ausfallbürgschaften“ gegenüber den kreditgebenden Banken.  Ein Gesetz über Sicherheitsleistungen zur Förderung der deutschen Wirtschaft (vom 21.6.1951) folgte. Mehrere Länder folgten dem Modell, Die Bürgschaften beliefen sich auf 35% der durch einen Treuhänder geprüften Produktionskosten. Bis 1953 erfolgte keine Abstimmung zwischen Bund und Ländern (so dass Filme beide Bürgschaften in Anspruch nehmen konnten). Das Bürgschaftsmodell der wirtschaftlichen Filmförderung wurde 1955 eingestellt.

Literatur: Berger, Jürgen: Bürgen heißt zahlen – und manchmal auch zensieren. Die Filmbürgschaften des Bundes 1950-1955. In: Deutsches Filmmuseum (Hrsg.): Zwischen Gestern und Morgen. Westdeutscher Nachkriegsfilm 1946-1962. Frankfurt: Das Museum 1989, S. 80‑97.
 

Referenzen:

Bundesfilmbank

Bürgschaftsgesellschaft mbH


Artikel zuletzt geändert am 15.06.2012


Verfasser: HHM


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