Lexikon der Filmbegriffe

Macrovision

Macrovision ist ein analoges Kopierschutz‑System, das von der gleichnamigen Firma 1983 patentiert wurde und seitdem von ihr weiterentwickelt und gepflegt wurde; Macrovision Corporation nannte sich 2007 in Macrovision Solution Corporation um und nahm 2009 den Namen Rovi Corporation an, nach wie vor ein großer Anbieter von Software-Lösungen für die Medienindustrie (insbesondere Kopierschutz und Rechtemanagement). Das ursprüngliche Macrovision-Verfahren arbeitete mit einem Signal, das in die Austastlücke des analogen Videosignals eingefügt wurde und das abrupte Wechsel des Synchronimpuls‑Pegels anzeigte, was dazu führte, dass der aufnehmende Videorekorder das Videosignal durch starke und schnelle Helligkeitsschwankungen und/oder Synchronstörungen verzerrte; Fernsehgeräte dagegen konnten das Macrovisions-Signal aus eigener Kraft ausschalten. Bei digitaler Videospeicherung enthält das Bildsignal ein sogenanntes flag (eine Art digitaler Markierung), das wiederum zur Erzeugung eines Macrovision‑Signals im bei der Abtastung erzeugten Videosignal führt. Der erste Film, der mit dem Macrovision-Kopierschutz versehen wurde, war wohl The Cotton Club (USA 1983, Francis Ford Coppola; Videostart: 1985).


Artikel zuletzt geändert am 20.07.2012


Verfasser: W JH


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