Lexikon der Filmbegriffe

Visiophone

Das im Juli 1921 im Théâtre des Champs Elisées in Paris vorgestellte, von Pierre Chaudy patentierte Visiophone-Verfahren diente dazu, es dem Dirigenten mittels einer Steuerungseinheit zu ermöglichen, die Geschwindigkeit des Projektors so zu verändern (von 10 bis 24 B/S!), so dass der Film mit der Musik synchron wurde. Das Visiophone stand inmitten des Orchesters; Elektrodrähte verbanden es mit dem Projektor. Auf großes Interesse stieß das Verfahren in den USA, wo der Regisseur Dudley Murphy und der Geschäftsmann Claude MacGowan Ende 1921 die Visual Symphonies Productions, Inc., gründeten, die das Verfahren vor allem mit Stücken der klassischen Musik auswerten wollte. Es kam aber wohl nur zur Produktion eines Films Danse macabre (1922).

Literatur: Delson, Susan: Dudley Murphy, Hollywood wild card. Minneapolis: University of Minnesota Press 2006, S. 28-32. 


Artikel zuletzt geändert am 03.09.2012


Verfasser: JH


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