Lexikon der Filmbegriffe

sound bridge (1)

auch: sound advance, bridging music; manchmal nur: bridge

Sound bridges werden als Mittel eingesetzt, mit denen Szenentransition semantisch und referentiell dynamisiert, flüssig gemacht und oft beschleunigt werden. Derartige Asynchronisierungen des Tons können satirisch genutzt sein oder mit (vor allem sexuellen) Symboliken aufgeladen werden. Manchmal kommt es dabei sogar zur Überlagerung mehrerer Szenen. In Alfred Hitchcocks Blackmail (Großbritannien 1929) etwa trifft eine junge Frau, die kurz zuvor einen Mann erstochen hatte, während ihres ziellosen Gangs durch London auf einen Betrunkenen, der auf der Straße liegt – in der gleichen Haltung, in der sie den Toten zurückgelassen hatte; der Schrei allerdings, den sie ausstoßen könnte, kommt im Film von einer Haushälterin, die den Toten findet (Hitchcock hat die Technik in The Thirty-Nine Steps, 1935, leicht variiert – der Schrei einer Haushälterin wird durch den Pfiff einer Lokomotive substituiert, der in einen Tunnel hineinfährt und der den mutmaßlichen Täter nach Schottland transportiert). 
 

Referenzen:

Bridge

Passage

sound bridge (2)

Tonbrücke


Artikel zuletzt geändert am 03.09.2012


Verfasser: KB


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