Lexikon der Filmbegriffe

Dual-Capacity-Modell


eigentlich: Dual-Capacity-Modell der Medienwahl

Als schlichter Ausgangspunkt dieses Medienwahlmodells wird die Doppelfunktion der rein physikalischen Datenübertragung und der Fähigkeit medialer Kommunikation, Bedeutungen zu konstituieren und zu vermitteln, als Ausgangsannahme gesetzt. Interessant wird allerdings die Bestimmung der Vielzahlen von Faktoren, die die Wahl eines Mediums und den Mediengebrauch beeinflussen (Eigenheiten der gestellten Aufgabe, des Individuums und der Organisation, in der die Kommunikation stattfindet): vor allem in organisationeller und betrieblicher Kommunikation findet eine Abstimmung statt zwischen den Kommunikationsfähigkeiten der Benutzer (sowohl sender- wie empfängerseitig), dem Verständnis für die Aufgabe, den Kalkulationen möglicher Störungen, die bei der Durchführung auftreten können, sowie den normativen Rahmenbedingungen.

Literatur: Sitkin, Sim B. /  Sutcliffe, Kathleen M. / Barrios‑Choplin, John R.: A Dual‑Capacity Model of Communication Media Choice in Organizations. In: Human Communication Research 18,4, June 1992, S. 563–598.



Artikel zuletzt geändert am 23.09.2012


Verfasser: HHM


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