Lexikon der Filmbegriffe

A.N.I.C.A.

oft auch: Anica

Der Dachverband der italienischen Filmindustrie (Anica) wurde 1944 gegründet. Er war von Beginn an als Vereinigung geplant, der die Belange und Interessen der Film- (und später auch der Medien-)Industrie gegenüber staatlichen Stellen, Gewerkschaften und anderen gesellschaftlichen Gruppen vertreten sollte, insbesondere sich um die Filmproduktion und den internationalen Vertrieb italienischer Filme kümmernd. Anica gehört als Vertreter der Medienindustrien dem italienischen Industrieverband an (Confindustria Cultura Italia), die ihrerseits die Sektionsgliederung der Anica vorgab (Produzenten, Verleihe und Vertriebe, technische Unternehmen – von Studios über Kopierwerke und Geräteverleihe bis hin zu Postproduktionsfirmen). Der Verband ist auch die italienische Vertretung der Motion Picture Arts and Sciences und schlägt jährlich den italienischen Beitrag zum Auslands-Oscar-Wettbewerb vor; außerdem gehörte er zu den Gründern des David-di-Donatello-Preises, der seit 1956 als wichtigster nationaler Filmpreis vergeben wird. Zudem sorgt er für die Vergabe der International Standard Audiovisual Number (ISAN), die AV-Produkte aller Art international registriert (vergleichbar der ISBN für Buchpublikationen). Anica Servizi unterstützt einzelne Firmen bei der Produktion und Bewerbung ihrer Filme. Anica gibt jährlich die Cataloghi della Produzione Italiana sowie die juristischen und ökonomischen Handreichungen Quaderni dell'ANICA heraus; außerdem erscheinen zu italienischen Festivals heraus (AnteprimACinema).

Homepage: http://www.anica.it/online/.


Artikel zuletzt geändert am 02.10.2012


Verfasser: HHM


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